bernau16.JPG (24724 Byte)

Bernau- obere Teilansicht

Bernau

(Zakouti)

Bernau liegt am Westhang des Beerhügels im Erzgebirge bis zur Kallich- Plattner Straße hin. In der Nähe entspringt die Biela auf der "Hugillawiese" und speist den "schwarzen Teich". Im Winter ernähren sich die Einwohner vom Erlös des Schachtelmachens, im Sommer von den Arbeiten im Wald.
Der Ortsname dürfte von Beerenau, wie der Beerhübel kommen. Bis 1885 wurden Schwarz- und Preißelbeeren fuhrenweise ausgeliefert.Der Gründer des Ortes war Ritter von Gersdorf, der im 16. Jahrhundert der Besitzer von Bernau war. Er besaß zwischen Bernau und Gersdorf einen Meierhof, früher "Fuhrwerk" oder "Fährberich" genannt.
Das Gemeindesiegel enthielt drei Bäume als Hindeutung auf die Entstehung des Ortes durch Ausrodung aus dem Wald. Bernau gehört zum Postamt Platten und war nach Göttersdorf eingepfarrt.
Die Schule wurde 1879 errichtet , an ihr wirkte auch Pauline Lerch v. Lerchenstamm.
Um 1630 zerstörten die Schweden den Großteil von Bernau. Im Jahre 1692 war der Besitzer Graf Hugo von Martinitz, danach, 1790, Graf Firmin, 1830 Graf Wolkenstein und ab 1880 die Stadtgemeinde Görkau.
Die Franzosen hatten sich bei ihrem Rückzug aus Rußland im Herbst 1813 einquartiert, ein Waldweg namens "Franzosen Steig" erinnert daran. 

bernau12.JPG (51615 Byte)

Bernauer Schule Nr. 56

bernau11.JPG (25327 Byte)

Halbe Aufnahme vom oberen Teil Bernau`s

Der 20.Jänner war ein Privatfeiertag, der ab 1777 dem Namenspatron Fabian und Sebastian gewidmet war. Als im Jahre 1772 ein Drittel der Bernauer dem Hungertyphus zum Opfer fiel , hörte die Krankheit am Namenstag der oben erwähnten beiden Heiligen auf. So kam es zum Gelöbnistag.

Bernau, das erste Haus oben links ist ein Gasthaus gewesen. Dieses wurde kurz vor Kriegsende mit 16-17 jährigen Burschen belegt (Volkssturm). Sie hatten eine Tellermine und mehrere Panzerfäuste. Ein Junge spielte mit der Mine und diese explodierte. Von den etwa 30 Burschen gab es 13 Tote, das Haus wurde unbewohnbar. Dies geschah am 24.4.1945.

bernau14.JPG (19109 Byte)

Bernau- Wondra Mühle (Berschlmiehl) Mühle und Brotbäckerei Besitzer Ludwig Wondra Nr. 13 an der Bezirksstraße nach Kallich und Komotau oben rechts Haus von Wilhelm Löschner Nr. 14

bernau13.JPG (13396 Byte)

Bernau- untere Ansicht vom Ort li. unten an der Bezirksstraße Nr. 55 Sägewerk- Besitzer Klement Zwonasch Oben die 7 Sakramentshäuser

bernau15.JPG (34302 Byte)

Gasthaus Berta Morgenstern- Nr.11 Ganz oben das größere Haus ist die Schule.

 

Laut Statistik zählte Bernau 1869   330 Einwohner, 1930   228 Einwohner mit 55 Häusern. Die Einwohnerzahl bis 1945 ist nicht bekannt.

 

Die Einwohnerschaft von Bernau:

3 Schuster, Morgenstern Oswald, Raab Eduard, und Raab Karl

1 Schneider, Tobisch Josef,

2 Gasthäuser, Mahner Gustav und Morgenstern Berta mit Tanzsälen.

1 Tischler, Köllner Franz

2 Kolonialwarengeschäfte Agert Karl u. Strecha Ludwig

 

1 Schule, Oberlehrer Mendlik Franz (anfangs der 30 Jahre bis 1944)

1 Kapelle

1 Straßenwächter, Ott Franz

1 Uhrmacher, Morgenstern Edwin

1 Mühle mit Brotbäckerei, Wonda Ludwig

1 Sägewerkbesitzer, Zwonarsch Franz

Bürgermeister war Siegert Emil von 1940 bis 1945 (vorher war Morgenstern Hermann)

 

Gefallene der Gemeinde Bernau im 2. Weltkrieg

Agert Franz, vermißt in Rußland

Helmert Franz, geb. 1915 gefallen 1941 in Rußland

Helmert Reinhold, geb. 1922, vermißt in Italien

Krallert Reinhold, geb. 1922, gefallen in Rußland

           Krallert Josef (Vater von Reinhold), im Juni 1945 von den Russen verschleppt,in Berlin verstorben

Morgenstern Ernst, geb. 1923 gefallen 1944 in Italien

Morgenstern Hermann, geb. 1912, vermißt in Rußland

Morgenstern Wilhelm, geb. 1915, gefallen in Rußland

Raab Otto, geb. 1920, gefallen in Rußland

Raab Josef, geb. 1916, gefallen 9.8.1942 bei Stalingrad

Schulz Karl, Hs. Nr. 8, vermißt in Rußland

Schulz Karl Hs. Nr. 57, vermißt unbekannt

Strecha Franz, Geb. 1915, gefallen in Rußland

              Zwonarsch Alfred, verstorben an einer Lungenentzündung,                    August 1941 in Rußland

Zwonarsch Herbert, geb. 1923, vermißt 1943 in Stalingrad

Das Feierobmdlied

Ortsplan von Bernau

Familienverzeichnis

Ortsbetreuer:

Emma Sehrig

Jaques Offenbach Str. 7

63069 Offenbach

Tel. 069- 83 46 40